MAS Training

M.A.S. – Training

Hauptkomponenten des Trainings bilden Übungen zur Stimulation der kognitiven Funktionen und zur Erhaltung der körperlichen Fähigkeiten.

Basis sind die fünf Säulen:  

  1. Körpertraining
  2. Gedächtnistraining
  3. Training der Aktivitäten des täglichen Lebens
  4. Wahrnehmungstraining
  5. Spielen, Singen oder Kreatives

Dieses stadienspezifische retrogenetische Training (SSRT) geht besonders auf den Verlauf der Alzheimererkrankung ein. Die Trainings werden technikunterstützt individuell auf die jeweiligen Personen biografisch abgestimmt. Somit ist es auch gewährleistet, dass Personen mit anderen Demenz-Formen daran teilnehmen können. Um eine bestmögliche, stadienspezifische Förderung garantieren zu können, wird vor Trainingsbeginn eine kostenlose psychologische Abklärung empfohlen. Klienten, die vom mobilen Team der Demenzservicestelle betreut werden, haben die Möglichkeit, einen klinisch-psychologischen Check durch das Psychologen-Team des Sozialvereins Deutschlandsberg in Anspruch zu nehmen.

Ziel des M.A.S. Trainings:

Ziel des Trainings ist es, noch vorhandene Ressourcen betroffener Personen zu aktivieren und zu fördern. Die Kombination von kognitivem und psychomotorischem Training erweist sich als besonders wirksam (Schloffer et al., 2010). „Eine multidimensionale Intervention mit gesunder Ernährung, regelmäßiger körperlicher Betätigung, kognitivem Training und der Behandlung von vaskulären Risikofaktoren trägt bei älteren Menschen entscheidend dazu bei, die kognitiven Funktionen zu erhalten“ (Ngandu et al., 2015)

Kontaktblatt





wSTUB

Angehörigenentlastung

Für  Kunden, die im Sozialverein ein M.A.S. Demenztraining in Anspruch nehmen, gibt es die Möglichkeit eine Stundenbetreuung vom M.A.S. Demenztrainer zu erwerben. Ziel ist es mit diesem Angebot, dass man Angehörige für einige Stunden entlastet. Beispiel: In der 1. Stunde wird ein Demenztraining abgehalten und je nach Wunsch und Bedarf wird eine weiterführende Betreuung, 2., 3., 4. Stunde biografisch und situationsbedingt auf den Betroffenen abgestimmt und stadienspezifisch betreut. Wie zum Beispiel, je nach Bedarf angeleitet und motiviert: gemeinsam kochen, gemeinsam putzen, Spaziergänge, es wird Kartengespielt, ein Wirtshausbesuch ist auch möglich, gemeinsam Einkaufen gehen, es wird getratscht und gequatscht, gesungen und gelacht.

Multimodale Aktivierung

mit Tablet und App „digitAAL Life“

App Gruppentraining (GT) Prophylaxe oder stadienspezifisch

App Einzeltraining (EZ) Prophylaxe oder stadienspezifisch

 

Basis wie beim M.A.S. Demenz- Training:  

  1. Körpertraining
  2. Gedächtnistraining
  3. Training der Aktivitäten des täglichen Lebens
  4. Wahrnehmungstraining
  5. Spielen, Singen oder Kreatives

Foto: Sozialverein Deutschlandsberg

Jede Trainingseinheit steht unter einem bestimmten Thema und enthält eine Abfolge von Aufgabentypen, welche unterschiedliche Teilbereiche des Menschen anregen: Bewegungsübungen, Quiz mit Text, Puzzles, Lückentexte, Bildpaare, Rechenübungen, Lieder zum Mitsingen, Außenseiterübungen, Fehlersuchbilder, Zahlenreihen, Höraufgaben und mehr. Die Abfolge der Übungen richtet sich nach einer zuvor definierten Reihenfolge, damit das Training abwechslungsreich durchgeführt werden kann. Es sollen dabei Spaß und Freude im Vordergrund stehen. Durch die multimodale Aktivierung mit dem Tablet und der App „digitAAL Life“ sollen die individuellen Fähigkeiten von Menschen mit oder auch ohne Demenz (Prophylaxe Training) gefördert werden. Durch das Gruppentraining rückt aber auch der soziale Aspekt in den Vordergrund. Gemeinsam lachen, reden und Erfahrungen austauschen in entspannter Atmosphäre garantieren eine nette Abwechslung des Alltags. Der Schwierigkeitsgrad des Trainings richtet sich nach den kognitiven Fähigkeiten sowie nach der aktuellen Befindlichkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Das Gruppentraining regt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur kognitiven Betätigung auch auf neuen Gebieten an, indem vielfältige Interessen geweckt werden können. Aufgrund des gemeinschaftlichen Erlebnisses passiert neues Lernen quasi nebenbei.

Foto: Sozialverein Deutschlandsberg

Team

Mag. Sandra Pansy-Resch
Vertretung der Bereichsleitung

s.pansy-resch@sozialverein-deutschlandsberg.at
Tel.: 0676 / 844 221 212

M.A.S. – Demenztrainerinnen

Mag. Sandra Pansy-Resch

Dorothea Paluc

Gudrun Kremser

Elfriede Harzl

Helga Felber

Katharina Prietl

Wolfgang Taucher, BSc 

Sportwissenschaftler und Trainingstherapeut

Hermann Birgit

 

Daum Elke

 M.A.S. Mitarbeiterin i.A.

 

Links













Für aktuelle Informationen rund um Demenz ist auch im 1. Österreichische Demenzbericht 2014 nachzulesen.http://www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Krankheiten/Demenz/Oesterreichischer_Demenzbericht

Literatur:

Auer, S., & Spana, E. Das Modell der Demenzservicestelle: Psychosoziale Langzeitbehandlung für Personen mit Demenz und deren Familien. Advance Nursing Practice, 20.

Auer, S., Span, E., Donabauer, Y., Reitner, M., & Helm, G. (2007). Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe Österreich: Eine neue Struktur zur nicht-pharmakologischen Behandlung von Personen mit Demenz und deren Angehörige. Zeitschrift für Gerontopsychologie &-psychiatrie20(4), 257-263.

Gatterer, G., Auer, S., & Schmidl, M. D. E. (2011). Neuropsychologische und klinisch psychologische Interventionsmöglichkeiten bei Personen mit leichtem kognitivem Defizit und Demenz. In Klinische Neuropsychologie (pp. 725-737). Springer Vienna.

Gräßel, Elmar; Schirmer, Barbara (2006): Freiwillige Helferinnen und Helfer zur Entlastung der Angehörigen demenzkranker Menschen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 39/3:217-226

Schloffer, H., Friese, A., Auer, S., Gamsjäger, M., Donabauer, Y., & Span, E. (2010). Gedächtnistraining bei Demenz. Gedächtnistraining, 173-187.